Kha´dorn:

DIE JÜNGSTEN ABENTEUER - TEIL 1

aufgezeichnet im sechzehnten Frühling nach dem Tod des Lekthar`dorn

Das Leben des Kha´dorn
- Teil 1
Das Leben des Kha´dorn
- Teil 2
Die jüngsten Abenteuer
- Teil 1
- Teil 2
- Teil 3
"Die 4. Dynastie"
- Teil 4
"Die 5. Dynastie"
- Teil 5
- Teil 6

Sollte ich bis zu dem sechzehnten Frühling nach dem Tode meines Vaters schon viele Abenteuer erlebt haben, so sei gewiss, oh Herr! die Geschehnisse der letzten Wochen können an Spannung und Erlebnissen nicht übertroffen werden. Ich schreibe diese Zeilen, während ich Wache halte, in der Wüste mit dem Namen Naxxar, und neben mir liegen Corwin Jelond und Sendron; ersterer schläft tief und fest, während letzterer in der Nacht eigentlich nie wirklich ruhen kann. Sie sind für mich Teile meines Lebens geworden, und ich schwöre! ich würde mein Leben geben, um sie zu beschützen.

Vor einigen Wochen bat mich mein Bruder Borakh, nach Tiram zu gehen und mich dort mit einem Beamten namens Corwin Jelond zu treffen; diesen sollte ich zunächst sicher nach Ardala bringen und auch danach bis zur Beendigung seines Auftrages, den ich nicht kannte, eine Art Geleitschutz bilden, denn es war zu befürchten, dass der Tod Jelonds bei manchen Leuten sehr erwünscht war. Ich traf Corwin Jelond wie erwartet, zusammen mit einem Mann, der sich Sendron nannte. Wahrlich! ich mochte keinen von beiden! Corwin Jelond trug noble Kleidung, wirkte ängstlich und nicht sehr athletisch; Sendron war verschlossen und misstrauisch, klein und zierlich vom Körperbau, und mich verunsicherte stets seine Gegenwart. Dennoch sollten wir die nächste Zeit zusammen verbringen.


Tatsächlich erschien schon an demselben Abend unseres Zusammentreffens eine Gruppe Männer, die das Leben von Corwin Jelond gefährden sollten. So brachen wir übereilt nach Ardala auf und konnten nur unter dem Verlust eines Pferdes unsere Verfolger abhängen. Sendron war eine merkwürdige Gestalt, denn siehe! am Tage konnte er kaum die Augen offen halten, während seine Kräfte und sein Elan in den Nächten zuzunehmen schienen. Auch rettete er uns eines Nachts, indem er unsere Verfolger mit einem unglaublich hohen Kreischen verwirren konnte! Dieses Geräusch wirkte nicht-menschlicher Natur, und seitdem fragte ich mich bei jedem Anblick des kleinen Mannes, wer mir wirklich gegenüberstand. Dass Sendron Geheimnisse hatte, dessen war ich mir sicher, denn er übergab in Tiram dem dortigen Wirt ein Säckchen, dessen Inhalt er nicht preisgeben wollte. Heute befürchten wir, dass diese Tat vielleicht ein großer Fehler war. Aber dazu später.

Hier geht es weiter...
 
 
 
 

Copyright by Jelond Web-Productions Rythrobarr