Die Geschichte der Welt Brahn


Die Geschichte Brahns
Der große Krieg
3. Kriegsjahr
4. Kriegsjahr
5. Kriegsjahr

Vor vielen Jahrhunderten kam das Volk der Waronder über das Große Meer. Mit tausenden von Schiffen unterschiedlichster Bauart kamen sie und besiedelten die Bucht von Brahn. Den Grund ihrer Reise kennt heute kaum noch ein Gelehrter. In verschiedenen Schriften heißt es, die alte Welt Warond ging im Meer unter, andere sind der Meinung, ein Magierkrieg hätte die Insel unbewohnbar gemacht.
Einst wahre Meister in dem Bau von Schiffen verlernten die Waronder schnell die Konstruktion von Hochseeschiffen, da das Neuland keine Möglichkeit, bot auf großen Meeren zu reisen. Anfangs starteten wohl noch oft Schiffe aus Brahn, um fremde Welten zu erkunden, sie kehrten jedoch nie zurück.
Eine der erste Städte, die sie errichteten, war Rythrobarr, die größte warondische Stadt. Einige Waronder behaupten, noch heute zu wissen, dass die Stadt nach dem gleichnamigen Flagschiff der großen Flotte benannt wurde. Sagen erzählen sogar, dass große Teile der Stadt aus den Bauteilen des Schiffes geschaffen wurden. In den folgenden Jahrhunderten drangen die Waronder, die sich schnell an Zahl mehrten, immer weiter ins Hinterland ein. Die anfängliche Furcht vor dem Land, die man aus der Enge der Besiedlung der Küste ablesen kann, legte sich. Städte wie Tiram, Rigolan, Schilran und Bran Thor künden noch heute von der folgenden Ära der Unbekümmertheit in Brahn. In dieser Zeit spaltete sich eine Teil des Volkes ab, um die Hochebene Naxxar im Westen des Landes zu besiedeln. Die dort in Abgeschiedenheit lebenden Waronder, die sich heute Sarn nennen, veränderten ihre Lebensgewohnheiten in so großem Umfang, dass sie heute ein eigenes Volk darstellen. Nomadentum und Wüste haben sie mit der Zeit zu einem Wandel gezwungen, der ihre Lebensart vollkommen von der der Waronder unterscheidet.
Mit einer neuen Art von Schiffen, die geringen Tiefgang besaßen und so für Flussfahrten geschaffen waren, befuhren die Waronder den Fluss Eger, an dessen Mündung die Städte Avankulum und Svankh entstanden. Die Eger galt bis vor dem großen Krieg als der blühendste Handelsweg Brahns. Politisch wurden seit altersher alle Dinge von dem Hohkönig und seinen Beratern in Rythrobarr geregelt. Die Thronfolge wurde durch den Hohkönig selbst bestimmt, der einen seiner Berater als Nachfolger auswählte. In den Fürstentümern regeln Pale die  Angelegenheiten vor Ort. Bald gab es eine solche große Besiedlung der Welt Brahn, dass die Waronder sich entschlossen, nicht mehr alle Belange aus der Stadt Rythrobarr zu regeln. Zu weite Wege und die Größe machten das Land zunehmend unbeherrschbarer. Es entstanden die Reiche Grosswarond, das die Bucht und den Fluss Eger aus Rythrobarr regierte, das südliche Taurond mit Valia Than als Hauptstadt, und das an den Hängen das Drehlgebirges gelegene Trond mit seiner Hauptstadt Ardala. Diese Ländern entwickelten sich immer unabhängiger voneinander, so dass es sogar in früheren Zeiten schon kriegsähnliche Zustände zwischen ihnen gab.
Nach langer Zeit begegneten einige Siedler aus Taurond, die den Südwesten Brahn besiedeln wollten, den lllmaaren. Es sind dunkelhäutige Menschen, die schon vor den Warondern dieses Land bewohnten. Ihre scharfen, spitzen Gesichtszüge auf der äußerlichen Seite und ihre Andersartigkeit auf der emotionalen Seite unterstützten eine kriegerische Auseinandersetzung beider Völker. In dem Grenzgebiet zwischen Illmaaren und Warondern ließ sich eine Gruppe Ausgestoßener nieder - Ausgestoßene aus dem Volk der Waronder, die sich gegen beide Völker
verteidigen mussten und in die Bergkette Drosh flohen, um sich zu verstecken. Diese  Waronder versteht sich heute als Volk der Sronn. Es ist ein ausschließliches Kriegsvolk, das sich seit jeher gegen die Völker zur Wehr setzt. Fehlendes Land und Nahrung zwingen die Sronn oft dazu, Krieg aus der Notwendigkeit zu führen. Sie überfallen vor dem Winter häufig Städte der Waronder oder Illmaaren.
Es dauerte Jahrzehnte, bis sich der Streit zwischen Warondern und Illmaaren beruhigte. Die jüngsten Kriege lassen eine Verständigung fast unmöglich erscheinen. Nur relativ selten kann man in verschiedenen warondischen Städten vereinzelt lebende Illmaaren antreffen.

Die heutige Zeit ist die Zeit der Nachkriege. Vor zwanzig Jahren begann der Große Krieg. In den zwanzig Jahren des Krieges, der herrschte, wurden ganze Landstriche Brahns zerstört. Ausgehend von der Ebene von Chrofo, die im Zentrum Brahns liegt, weitete sich die Zerstörung in alle Richtungen aus. Die Truppen hinterließen nur tote unbewohnbare Erde, ohne den wirklichen Grund des Krieges zu kennen. Wir befinden uns in der Zeit, in der Truppen aller Länder und Völker aus
dem Kriegsgebiet nach Hause kommen. Hungrig, verroht und ohne Ideale fordern sie Land und Nahrung und brandschatzen in fremden oder eigenen Ländern, um zu überleben. Der Krieg und die Armeen haben sich zum Selbstzweck erhoben, eigene Truppen wenden sich gegen die Städte, um zu überleben. Es mangelt an allem in der Umgebung der Ebene Chrofo.
 
 

Hier wird von den großen Kriegen berichtet...
 

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